Company
 
Partnerprogramm
 
Newsletter erhalten/abbestellen
 
Niederlassung
 
PresseFoyer
 
Kontakt
 
 
Sie sind hier: Company » PresseFoyer » Pressebericht
   

Vinum - Ausgabe März 2009


Zum vergrößern KLICKEN

Verborgene Schätze

Welche andere Weinnation hat so etwas zu bieten: Unser Autor besichtigte eine Palastkellerei, fährt mit dem Kleinbus durch den längsten Weinkeller der Welt, trifft einen Moldawier mit waschechtem Schwaben-Slang, trinkt „Sowjetskoje Champagne“ und wirft einen Blick auf Görings flüssige Kriegsbeute. Nebenbei entdeckt er die besten Tropfen, die das Land heute zu bieten hat.
von Rudolf Knoll

KellerFast zwei Stunden lang sind wir in die Nacht hinein von Moldawiens Hauptstadt Chisinasu nach Südosten gefahren, über Stock und Stein und wenig Asphalt. Auf der unebenen Strasse wurden wir heftig geschüttelt. Der Fahrer musste nicht nur auf Schlaglöcher, sondern auch auf schnatternde Gänsescharen, Kühe und Ziegen achten. Einmal zottelte ein extrem breites landwirtschaftliches Gefährt ein paar Kilometer vor uns her und liess kein Überholen zu. Dann stand in einem Dorf ein unbeleuchteter LKW plötzlich quer; sein Fahrer lud ungerührt erst einmal Haufen Sand ab, ehe er den Weg frei machte.

Wir fühlten uns wie im Niemandsland - und sehen plötzlich ein Kontrastprogramm. Rechts von uns, auf einem Hügel, erblicken wir einen hell beleuchteten Palast, der sich als unser Ziel, die Weinkellerei Purcari, entpuppt. Der seit 1991 selbstständige Staat Moldawien mag zwar jede Menge wirtschaftlicher Probleme haben, aber hier ist erkennbar viel Geld geflossen. Der weitläufige Kalksteinbau wurde 2004 fertiggestellt, im Stil rumänischer Prachtbauten aus dem 18. Jahrhundert. Ausserdem leistete man sich einige gut ausgestattete Gästezimmer, Tennisplätze und zwei grosse Teiche, auf denen Schwäne stolz ihre Bahn ziehen. Eigentümer sind zwei Familien sowie das Unternehmen IFC, eine Tochter der Weltbank. Einen Weinbaubetrieb gab es hier vorher schon, mit vielen alten Kellerräumen, in denen heute einige hundert Barriques liegen. Ein nicht mehr genutzter Trakt erinnert mit seinem Essiggeruch an schlechtere Zeiten ...

(Kompletter Bericht als PDF)

 

Presse